14.11.2020 18:00 |

„Kultur im Lockdown“

Mit Zither und toller Stimme hin zum ersten Album

Die 40-jährige Wildschönauerin Sabine Gruber hat durch die beiden Kultur-Lockdowns verstärkt ihre Lust auf Eigenkompositionen entdeckt. Im Moment ist daher auch ihr erstes Album in Planung, auf dem sowohl eigene Stücke als auch von ihr mit Gesang und Zither interpretiertes Fremdmaterial zu hören sein werden.

Sabine Gruber, die nach einer langjährigen Station in Innsbruck seit einigen Jahren wieder näher an ihrer eigentlichen Heimat in Wörgl lebt, trifft man normalerweise als Zither-Spielerin und Sängerin in Gasthäusern, bei Lesungen oder auf Konzertbühnen. Im ersten Lockdown war ihre Musik zudem via Online-Streams omnipräsent. „Ich habe an jedem Tag der Woche etwas online gestellt“, verrät sie. Das sei damals notwendig gewesen, um sich „zu motivieren und zu pushen“, erläutert die Mutter von zwei kleinen Kindern.

Komponiert wird am Abend
„Zum Üben komme ich tagsüber auch neben den Kindern“, meint sie. Um zu komponieren, benötige sie aber die Ruhe des Abends. „Das brauche ich für die kreative Arbeit“, betont Gruber. Auf diese Weise seien bereits Lieder entstanden – vorerst deutschsprachige –, gibt sie Einblicke in einen Teilaspekt des für das nächste Jahr geplanten Debüt-Albums.

Große Pläne
Die Vielfalt wolle sie aber dennoch nicht aufgeben, so Gruber. „Ich werde sicherlich keine reine Deutsch- und Dialektsängerin werden“, lacht sie und verweist auf die Bandbreite ihrer sonstigen Auftritte, bei denen sie Songs von Sting sowie Seiler und Speer genauso spielt wie Volksmusik. Um dann ihr Album zu promoten, schweben ihr aber nicht „nur“ Wirtshäuser vor, in denen Musik oft eher Begleitung ist, sondern auch diverse Konzertbühnen in Tirol und darüber hinaus. „Vor allem für meine eigenen Lieder wünsche ich mir, dass mir die Leute aktiv und ganz bewusst zu hören“, erklärt die Vollblutmusikerin.

„Mein Mann Christian und ich teilen uns die Kinderbetreuungszeiten“, sagt sie. „An Nachmittagen wie heute, an denen mein Mann arbeitet, brauchen sie meine ganze Aufmerksamkeit“, erklärt sie und tauscht die Zither gegen einen Besuch am nahe gelegenen Spielplatz ein...

Markus Stegmayr, Kronen Zeitung

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