11.11.2020 13:12 |

70 Jahre beim Film

Sophia Loren denkt noch nicht an die Pension

Sophia Loren denkt nicht an Pension: Während Netflix den Film „La vita davanti a sé“ (Das Leben vor sich) zeigt, in dem die 86-Jährige die Hauptrolle spielt, erscheint in Italien eine Biografie der Schauspielerin anlässlich ihres Karrierebeginns vor 70 Jahren. Das Buch von Paolo Lubrano mit dem Titel „Portami dentro questa magia“ (Führe mich in diese Magie hinein) reicht von Lorens Kindheit in armen Verhältnissen in Neapel bis zu den Erfolgen in Hollywood.

Die Schauspielerin wuchs in Pozzuoli im Großraum Neapel auf. Während der Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg verbrachte sie die Nächte im Eisenbahntunnel und hat seither Angst im Dunkeln. Im konservativen Italien litt sie unter dem Makel ihrer unehelichen Geburt. Die alleinerziehende ehrgeizige Mutter Lorens wollte die attraktive, 1,74 Meter große Tochter beim Film unterbringen und ließ Sofia schon früh bei lokalen Schönheitswettbewerben defilieren.

1950 bekam sie eine Statistenrolle im in Rom gedrehten Sandalenfilm „Quo vadis?“ und wurde Zweite bei der Wahl zur „Miss Rom“. Dabei wurde Filmproduzent Carlo Ponti (1912-2007) auf sie aufmerksam, den sie später auch heiratete.

„La vita davanti a sé“ ist eine Verfilmung des Romans „Du hast das Leben noch vor Dir“ von Romain Gary (1914-1980) und wurde von Lorens Sohn, dem Regisseur Edoardo Ponti, gedreht. Loren spielt Madame Rosa, die im Pariser Vergnügungsviertel Pigalle lebt. Die ehemalige Prostituierte, die als Jüdin das KZ Auschwitz überlebt hat, kümmert sich als Ersatzmutter um die Kinder anderer Prostituierter. Der Roman war bereits von Moshe Mizrahi mit Simone Signoret verfilmt und 1978 mit dem Oscar für den besten ausländischen Film ausgezeichnet worden.

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