Komposch (56) war von der Kriminalpolizei ins Sozialministerium gewechselt, von dort dann, als Sektionschef vorsorglich karenziert, zu Wolfgang Auer von Welsbach, um die "Konsumentenschutzbelange" des Finanzdienstleisters zu vertreten.
Und vielleicht auch, um Ungereimtheiten im Haus aufzudecken. Allerdings anders, als Auer es sich wohl vorgestellt hatte: Denn der Jurist lieferte nicht einen der Millionen-Malversationen verdächtigen Prokuristen ans Messer, sondern den Boss selbst.
Ermittlungen gegen Komposch nicht eingestellt
Nur wenige Tage, nachdem Komposch mit Unterlagen bei der Staatsanwaltschaft vorstellig geworden war, klickten für den Chef die Handschellen. Die Ermittlungen gegen Komposch wurden offiziell aber nicht eingestellt. "Und solange die laufen, brauche ich mich nirgendwo zu bewerben", ist der Arnoldsteiner auf die Justiz sauer.
Auch wenn er nicht brotlos ist und wieder im Ministerium in Wien werkt ("irgendwas mit Sport"), so hat er doch höhere Weihen im Auge: "Der Magistratsdirektor von Klagenfurt wäre schön gewesen", trauert er dem Posten nach.
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"









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