Es handelt sich um Blutsverwandte und Blutsbrüder, die da gemeinsam vor Richter Michael Schofnegger sitzen. Und in so einer Rolle verrät man einander nur höchst ungern. Wenn der Rat fragt: "Hat er etwas gesehen?" Dann antwortet ein 20-Jähriger frech: "Wenn er gute Augen hat."
So lässt sich schwer herausfinden, wer wirklich was gemacht und vom Treiben der anderen gewusst hat. Fakt ist, dass drei Überfälle auf das Konto der Villacher Türken gehen. Raub Nummer eins scheiterte an der Gegenwehr von Kassier und Kunden in einem Wettcafé; Stunden später wurden bei einem weiteren Coup mit einer täuschend echt wirkenden Gaspistole zumindest einige Hundert Euro erbeutet. Wenigstens wurde da niemand verletzt.
Chinesische Wirtin niedergeschlagen
Anders als bei dem Angriff auf eine chinesische Wirtin in Velden, der man, frustriert nach Verlusten im Casino, auf den Kopf schlug und die Vuitton-Handtasche samt 900 Euro Losung entriss.
Die Urteile fallen angemessen aus: Sechs Jahre für den Haupttäter, drei Jahre teilbedingt für seinen Cousin, die Mitläufer kommen gerade noch mit bedingten Strafen davon. Die Angeklagten akzeptieren, wenngleich ein Machonachwuchs mit dem Pflichtverteidiger schimpft: "Sie machen ja gar nichts G'scheites für mich!"
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.