Der ursprünglich für den vergangenen Montag geplante Start war bereits fünfmal verschoben worden, weil entweder die Technik oder das Wetter nicht mitspielte. Stets hoffte die NASA, die Probleme schnell in den Griff zu bekommen. Zuletzt war ein Start für Freitag geplant gewesen, doch wenige Stunden vor dem Abflug entdeckten die Ingenieure den neuerlichen Defekt: An einem Verbindungsstück zwischen einem Außentank der Fähre und einem Ableitungsrohr trat Wasserstoff aus.
Nach genauer Prüfung schätze man den Schaden als so erheblich ein, dass ein Start bis zum kommenden Montag zu riskant gewesen wäre. Man wolle die Analyse und Reparatur nicht unter Druck erledigen, sagte Moses. Zudem sei auch noch ein großer Riss an einer Tankdichtung gefunden worden. Am Dienstag ist das Zeitfenster, in dem ein Shuttle-Start möglich gewesen wäre, endgültig geschlossen. Das nächste dauert vom 30. November bis zum 6. Dezember.
Ähnliche Schwierigkeiten am Tanksystem habe es bereits bei vorangegangenen Shuttle-Missionen gegeben - allerdings nicht in dem Ausmaß wie jetzt, sagte Moses. Der Tank werde nun geleert, bevor sich Techniker den Schaden aus der Nähe anschauen können, teilte die Behörde mit.
Zuvor hatte auch das Wetter der NASA einen Strich durch die Rechnung gemacht. Davor bereitete ein möglicher elektronischer Defekt im Hauptcomputer der Raumfähre den Ingenieuren der Weltraumbehörde Kopfzerbrechen. Außerdem hatten Ingenieure zwei Lecks in den Helium- und Stickstoff-Leitungen des Steuersystems abzudichten, auch das Triebwerk hatte Probleme bereitet.
Terminplan gerät ins Wanken
Die NASA will ihre Shuttle-Flotte einmotten. Nach der 39. "Discovery"-Mission ist nur noch ein Start geplant. Im Februar soll die "Endeavour" zur ISS fliegen. Der Terminplan könnte nun aber gehörig durcheinandergeraten. Die NASA hofft, dass der US-Kongress noch Geld für einen "Atlantis"-Start im Sommer 2011 bewilligt.
Die letzte Reise der "Discovery" sollte eigentlich elf Tage dauern. Die sechs Astronauten waren am Freitag schon startbereit. An Bord wäre erstmals auch ein humanoider Roboter gewesen, der auf der ISS getestet werden sollte. Weiteres Ziel der letzten Mission unter Kommandant Steven Lindsey wäre es gewesen, ein neues Modul zur ISS zu schaffen. Es sollte den Bewohnern zusätzlichen Stauraum und Laborfläche bieten.









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