Zwielichtige Gestalt

"Sportinvestor" betrügt Banken um 182.000 Euro

Wien
24.10.2010 18:37
Mit tadellosem Auftreten und falschen Versprechungen soll der selbst ernannte Großinvestor Franco L. seine Opfer geblendet - und dabei stets ein finanzielles Chaos hinterlassen haben. Nach dubiosen Geschäften in Deutschland ermittelt nun auch die Staatsanwaltschaft in Wien: Der 52-Jährige habe zwei Banken um 182.000 Euro betrogen.

Für großes Aufsehen sorgte der Italiener im Mai mit dem angeblichen Kauf einer berühmten Likör- und Essigfabrik in München. Der Vertrag war unterzeichnet, doch Geld kam von Franco L. keines. Auch einem Ingenieur, der am Umbau des Gebäudes gearbeitet hatte, blieb das Honorar verwehrt. Zwei Monate später stellte der selbst ernannte Geschäftsmann ein Charity-Event auf die Beine - die beauftragten Organisatoren warten noch immer auf die Begleichung ihrer Auslagen.

Sein jüngster Streich: Er präsentierte sich als finanzieller Retter des vor dem Ruin stehenden Fußballklubs "Spielvereinigung Unterhaching". Doch von den angekündigten Sponsor-Millionen fehlt jede Spur.

Und auch in Wien laufen bereits Ermittlungen gegen den mysteriösen Italiener: Im Zuge fingierter Kreditanträge und mit falschen Versprechungen soll der 52-Jährige zwei Banken um insgesamt 182.000 Euro betrogen haben. Eine Filialleiterin dürfte ihn dabei tatkräftig unterstützt haben. Einziges Problem der heimischen Justiz: Man wisse nicht, wo sich Franco L. aufhält.

von Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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