04.11.2020 14:33 |

Verschärfte Maßnahmen

Belgien: Erster Corona-Rückgang seit zwei Monaten

Im schwer von der Coronavirus-Pandemie getroffenen Belgien ist erstmals seit zwei Monaten die Anzahl der registrierten Covid-19-Infektionen zurückgegangen. Zugleich liegt allerdings die Belegung von Krankenhaus- und Intensivstationen auf Rekordhoch, wie aus Daten der nationalen Gesundheitsagentur vom Mittwoch hervorgeht.

Vom 25. bis zum 31. Oktober wurden in dem Land mit elf Millionen Einwohnern demnach täglich im Schnitt 14.235 Infektionen registriert. Das sind vier Prozent weniger als in den vorangegangenen sieben Tagen. Am stärksten - um gut 26 Prozent - sank die Infektionszahl in der Hauptstadt Brüssel. Belgien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Für die Tage nach dem 31. Oktober liegen noch keine konsolidierten Fallzahlen vor.

Einweisungen in Spitäler um 26 Prozent gestiegen
Die Anzahl der Einweisungen ins Krankenhaus legte im gleichen Zeitraum hingegen um 26 Prozent zu. Zuletzt lagen 7485 mit dem Coronavirus infizierte Menschen in belgischen Krankenhäusern - 1351 von ihnen auf den Intensivstationen. Beides sind Höchstwerte in der Pandemie.

Allerdings stieg die Zahl der Krankenhaus-Patienten zuletzt weniger schnell. Die Krankenhäuser in Belgien waren bereits zum Teil an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen. Einige Patienten wurden in andere Regionen des Landes, aber auch nach Deutschland gebracht.

Seit Montag verschärfte Einschränkungen
Wegen der dramatischen Lage gelten seit Montag in Belgien verschärfte Einschränkungen. Unter anderem dürfen nur noch Geschäfte, die unbedingt notwendige Waren verkaufen, geöffnet sein. Die Schließung von Beisln, Restaurants und Cafés sowie nächtliche Ausgangssperren waren bereits Mitte Oktober beschlossen worden.

Die Maßnahmen sollen bis zum 13. Dezember gelten. Die Notwendigkeit der Geschäftsschließungen wird bereits am 1. Dezember geprüft. Einige Regionen hatten schon früher schärfere Einschränkungen eingeführt.

 krone.at
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