Am 30. Juni wurden dem 31-jährigen Lagerarbeiter 1.400 Euro Gehalt ausbezahlt, das er prompt beim Automatenspiel verjubelte. Worauf er beim Chef einen Vorschuss auf sein nächstes Einkommen holte. Auch das verschwand ohne Gewinn in einem Spielautomaten.
Angeklagter raubte Bank aus, bei der er Konto hatte
Drei Tage später war in der Türkei die Hochzeit angesetzt. „Es war eine Entscheidung des Augenblicks“, erzählte der Angeklagte beim Prozess Richterin Katja Bruzek. Er schrieb auf einen Zettel: „Überfall Geld her schnel“. Das zweite L vergaß er in der Hektik. Dann setzte er eine Kappe auf und ging in jene Bank, wo er sein Konto hatte, und legte bei einer Kassa den Zettel auf den Tisch.
Mit 4.600 Euro konnte der Täter flüchten. Mit dem Geld zahlte der Türke die Hochzeitstafel und den Urlaub mit der Braut. Zurückgekehrt nach Wien, klickten die Handschellen. Denn er war auf einem Fahndungsfoto erkannt worden.
Wegen Spielsucht in Therapie
Gegen seine Spielsucht, wegen der er 26.000 Euro Schulden hat, will der von Karl Bernhauser verteidigte Mann etwas unternehmen: „Die hat mich ins Gefängnis gebracht, ich mache eine Therapie.“ Das Urteil: zwei Jahre Haft, davon sechs Monate unbedingt.










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