Schuld an der Pleite seien Interessensvertreter wie jene der Wasserkraft, die sich ein Stück vom "Öko-Kuchen" sichern wollen. Denn obwohl bereits etliche Staumauern den Lauf vieler Kärntner Flüsse durchqueren, wurde ein Potenzial für den Ausbau der Wasserkraft um sieben (!) Prozent anvisiert. Eine Einladung für die Stromlobby – mehr als 100 neue Kraftwerksprojekte wurden beantragt und drohen, die letzten Naturjuwele an den Fließgewässern zu zerstören.
"Ein Ausbau um sieben Prozent ist einfach nicht möglich – das Potenzial ist ja bereits so gut wie ausgeschöpft", bestätigt Harald Tschabuschnig, Leiter der Umweltabteilung in der Landesregierung.
Ziel: Jedes dritte Gebäude mit Solarenergie
Ähnlich ambitioniert waren auch die Ziele bei der Solarenergie, die sich Kärnten gesteckt hatte: Jedes dritte Gebäude sollte mit Kollektoren ausgestattet werden. Auch dieses Ziel wurde ebenso klar verfehlt wie die geplante Reduktion des Energieverbrauchs in Gebäuden. Gescheitert ist auch die geplante Erhöhung des Holzzuwachses von 60 auf 80 Prozent.
Gegriffen haben indes der Ausbau der Fernwärme sowie die Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie. "Ich sehe in der Verfehlung einiger Ziele keinen Beinbruch. Wir haben jetzt konkrete Vorgaben wie die österreichische Energiestrategie, an welche die Ziele angepasst werden", erklärt Tschabuschnig. Gemeinsam mit den Abteilungen werde nun an den neuen Energiezielen gearbeitet.
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"










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