50 Mio. Euro im Topf

Landesoffensive soll die Forschungs-Quote ankurbeln

Burgenland
14.10.2010 17:56
Im Frühjahr hat eine von der EU-Verwaltungsbehörde in Auftrag gegebene Studie im Burgenland Defizite bei Forschung und Entwicklung festgestellt. Die WiBAG (Wirtschaftsservice Burgenland AG) entwickelte daraufhin mit dem Land und den Sozialpartnern den Aktionsplan für eine "Innovationsoffensive Burgenland 2020", die am Donnerstag gestartet wurde. Ziel sei es, die derzeitige F&E-Quote des Burgenlandes, die bei 0,6 Prozent liegt, zu verdoppeln, hieß es anlässlich der Präsentation in Eisenstadt.

2007 lag die Forschungs- und Entwicklungs-Quote im Burgenland bei 0,59 Prozent und rangierte damit weit unter dem Österreich-Schnitt von 2,54 Prozent. Mit Hilfe des drei Bereiche umfassenden Aktionsplanes soll die Quote auf 1,2 Prozent gesteigert werden. Die Aktionsfelder beinhalten neben Bewusstseinsbildung und Standortmarketing auch Förderungen sowie Beratung und Kooperationen.

Zum geplanten Schwerpunkt Bewusstseinsbildung gehöre beispielsweise die erste "Lange Nacht der Forschung" im Burgenland, die am 5. November in Eisenstadt, Pinkafeld und Güssing stattfindet. Unternehmen und Bildungseinrichtungen sollen dabei ihre Forschungs-Highlights der Öffentlichkeit präsentieren, so der Geschäftsführer der Technologieoffensive Burgenland, Hans Binder. Im Bereich der Förderung von betrieblichen Innovationen sollen mittels neuer Förderrichtlinien Klein- und Mittelbetriebe verstärkt angesprochen werden. Auf dem Gebiet der Beratung sollen Innovations-Coaches beim Erstellen von Förderanträgen und bei der Abwicklung von Projekten zur Seite stehen.

50 Millionen Euro stehen zur Verfügung
Seitens EU, Bund und Land stünden im Zuge der Phasing Out-Periode 50 Millionen Euro zur Verfügung. Damit erwarte er eine konsequente Umsetzung des Aktionsplanes, so Landeshauptmann Hans Niessl (SP). Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl (VP) sprach sich für eine stärkere Kooperation mit den Bundesförderstellen aus und forderte die rasche Entwicklung "niederschwelliger Förderrichtlinien" für Projekte burgenländischer Betriebe.

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