"Cold Calling" boomt

Dunst fordert hartes Vorgehen gegen Werbetrickser

Burgenland
14.10.2010 16:21
Adressen sowie Konto- und Versicherungsnummern von Konsumenten sind auf dem Markt bare Münze wert. Um an diese persönlichen Daten heranzukommen, greifen dubiose Werbefirmen zu raffinierten Tricks, derartige Fälle häufen sich. Landesrätin Verena Dunst drängt nun auf strengere Gesetze, um Kunden vor dreisten Keilern zu schützen.

Tag für Tag werden Haushalte mit unerbetenen Anrufen, Postwurfsendungen und Faxmitteilungen von unbekannten Anbietern bombardiert – im Fachjargon "Cold Calling" genannt. Die Lockangebote reichen vom "Wundermedikament" über Lotterien und Gewinnspiele bis zu "supergünstigen" Zusatzpensionen sowie Aktien.

"Tatsächlich wollen dubiose Firmen vertrauliche Daten der Kunden ergattern. Dabei ist den Keilern jedes Mittel recht", warnt Natascha Subosits-Varga vom Hauptreferat Familie und Konsumentenschutz des Landes. Ein gemeiner Trick: Mit Fragen wie "Ist bei Ihnen das Wetter schön?" versuchen Anrufer, ihren Opfer ein "Ja" zu entlocken – als Zustimmung für ungewollte Verträge.

Auf eine Verschärfung der Gesetze drängt Landesrätin Verena Dunst. Demnächst beschäftigt sich der Ministerrat mit diesem Thema.

von Karl Grammer, Kronen Zeitung

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