"Es gibt einen Zuwachs an Gewaltfällen bei Jugendlichen", bestätigt auch Jugendrichter Michael Schofnegger vom Landesgericht Klagenfurt, der schon seit Jahren über das Schicksal blutjunger Straftäter entscheiden muss. "Signifikant für mich ist aber nicht die Zunahme der Fälle, sondern das Gewaltpotenzial", sagt er. Die einzelnen Akte wären immer brutaler, die Angeklagten immer jünger. Der Respekt vor anderen sinke, die Hemmschwellen würden ebenfalls niedriger.
Das schlägt sich auch bei den Delikten gegen fremdes Vermögen nieder: 816 Teenager haben sich heuer bereits als Einbrecher, Diebe oder Betrüger versucht. Konsumzwang und Orientierungslosigkeit lassen viele auf die schiefe Bahn geraten. Allein heuer wurden schon 1.782 Jugendliche unter 18 straffällig – insgesamt gab es in Kärnten bislang 12.038 Anzeigen. Damit stellt die Nachwuchskriminalität ein wirkliches Problem dar.










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