Die FP lässt alledings nicht locker, was ihren Wunsch nach Mitregieren in der Bundeshauptstadt betrifft. In der rund vierstündigen Sitzung stellte die Landesgruppe ein eigenes Verhandlungsteam für etwaige Koalitionsgespräche auf. Wer dieses anführen werde, teilte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache noch nicht mit. Designiert wurde in der Sitzung Johann Gudenus (Bild rechts) als neuer Klubobmann im Rathaus, sein Vorgänger Eduard Schock (Bild links) soll für höhere Weihen bestimmt sein.
Trotz einer recht deutlichen Absage des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl (SP) an Gespräche über eine eventuelle Koalition mit der FP, haben sich die Freiheitlichen für derartige Verhandlungen gewappnet. Auch das erfolgreiche Wahlergebnis wurde analysiert, so Strache. Ebenso seien die Grundmandate und Landeslisten durchgegangen worden. Bei der kommenden Landtagssitzung wolle man außerdem mit den anderen Oppositionsparteien eine Wahlrechtsreform beantragen, so der FPÖ-Chef.
Über Schock, der dem jungen Johann Gudenus als Klubobmann im Rathaus Platz machen musste, meinte Strache nur, "so oder so" sei ein Aufstieg geplant. Als eventuelle neue Funktion nannte er Stadtrat in Wien. Strache pochte auch darauf, die Briefwahl umgehend zu ändern. Das jetzige System sei "verfassungswidrig", er drohte damit, verfassungsrechtliche Schritte dahingehend zu setzen.
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