"Cyber-Mafia"

Kärntner Beamte warnen vor Tricks der Ganoven im Net

Kärnten
13.10.2010 01:21
"Die Situation ist alarmierend!", warnen Kärntens Ermittler vor der rasant steigenden Kriminalität im Internet. Mit Unterstützung ausländischer Fahnder und Informationskampagnen wollen die Beamten gegen Hacker, Betrüger und Spione vorgehen. Der beste Schutz sind jedoch Sicherheitsmaßnahmen im Umgang mit Computern. Experten geben wichtige Tipps.

Weil auch immer mehr Kärntner zu Opfern der Internet-Kriminellen werden, schlagen die Polizeiermittler Alarm: "Für die Täter ist es irrsinnig leicht geworden, sich über das Internet Geld zu ergaunern!" Es gibt bereits etliche Betrugsformen, die Tätergruppen sitzen meist im Ausland und sind nur schwer auszuforschen.

"Wir setzen deshalb stark auf die Auswertung von Spuren, die die Täter im Netz hinterlassen, und arbeiten eng mit den Behörden im Ausland zusammen", erklärt Alexander Marakovits vom Bundeskriminalamt. Da die Betrugsfälle österreichweit explodiert sind (1.074 Fälle gab es bereits dieses Jahr), haben die Ermittler den Internetkriminellen den Kampf angesagt. Besonders wichtig ist es jedoch, dass die Nutzer selbst auf Sicherheit im Internet achten.

Experten haben dafür gute Tipps parat:

  • Bei E-Mails mit dubiosen Absendern lauert die Gefahr oft in Anhängen, in denen sich Schadprogramme verbergen können.
  • Beim Online-Shopping ist auf die Seriosität der Internetseite zu achten.
  • Bezahlungen im Internet per Kreditkarte müssen unbedingt über verschlüsselte Verbindungen getätigt werden.
  • Passwörter sollten mindestens acht Zeichen lang sein und aus einer zufälligen Reihenfolge von Buchstaben, Zahlen und Zeichen bestehen.

Um den PC vor schädlichen Dateien zu schützen, sollten ein Anti-Viren-Programm und eine Firewall installiert und immer wieder aktualisiert werden. Dubiose Angebote von Waren- oder Geldvermittlern sind abzulehnen.

von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"

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