Adler im Interview

"Schlieri" freut sich auf WM-Saison und die "Superbakken"

Tirol
08.10.2010 10:26
Österreichs Skispringer heben am Wochenende in Bischofshofen (Großschanze) und in Hinzenbach (Kleinschanze) ab – die österreichischen Meisterschaften sind für unsere Superadler der letzte Test vor dem Weltcup-Start Ende November im finnischen Kuusamo. Die "Krone" besuchte Gregor Schlierenzauer bei den letzten Abstimmungen vor den Titelkämpfen. Der Tiroler Adler sprach über das strittige Bindungs-Thema, die Umstellung in der Vorbereitung und einen TV-Wunsch.

"Krone": Welchen Stellenwert haben die nationalen Titelkämpfe für die Nummer zwei der Weltrangliste?
Gregor Schlierenzauer: Ich stecke noch mitten in der Arbeitsphase, für mich sind die Meisterschaften nicht das Wichtigste. Ich kann aber als doppelter Titelverteidiger auch nicht ganz hinten landen. Ich möchte auf einer der beiden Schanze gewinnen.

"Krone": Die neue Anlage in Hinzenbach spielt alle Stückchen. Der Anlauf ist auch im Sommer vereist…
Schlierenzauer: Eine tolle Sache. Wir können dort schon im Spätherbst das Wintergefühl aufnehmen, müssen deswegen aber nicht mehr ins Ausland fahren. Es ist sicher auch ein interessantes Modell für die Bergisel-Schanze.

"Krone": Seit Simon Ammanns Olympia-Doppelsieg beherrscht das Thema "Bindung" die Gespräche im Auslauf. Hast du im Sommer im Materialsektor aufgerüstet?
Schlierenzauer: Natürlich habe auch ich genau analysiert, was die Stärke des Schweizers war. Ich bin zum Entschluss gekommen, dass es nichts Weltbewegendes war. Der "Simi" ist einfach sehr gut gesprungen.

"Krone": Das heißt, du springst mit einer alten Bindung...
Schlierenzauer: Ich habe im Sommer alles ausprobiert. Ich habe auch übertriebene Varianten getestet. Ich bin draufgekommen, dass für mich weniger mehr ist.

"Krone": In der Bindungs-Affäre erlaubt der Ski-Weltverband fast alle Modelle. Der BMI-Index wurde aber wieder hinaufgesetzt. Wie sehr trifft dich diese Änderung?
Schlierenzauer: Viele werden im Winter deswegen mit kürzeren Skiern springen. Meine Latten sind hübsch gleich lang wie in meiner Rekordsaison. Ich will den ganzen Winter durchhalten.

"Krone": In der Vorbereitung hast du im Stützpunkt Innsbruck viel mit Markus Maurberger und Florian Liegl gearbeitet. Was erwartest du dir davon?
Schlierenzauer: Der Maggo war schon mein Vereinstrainer. Keiner versteht meinen Stil besser. Ich will wieder zu meinen Stärken finden, die sind ein bisschen verloren gegangen. Der Flo hat das Kondi-Training geleitet. Es war super, mit den gleichaltrigen Kollegen zu arbeiten.

"Krone": Der Winter steckt mit Tournee, WM, Weltcup und Skifliegen auf der neuen Monsterschanze in Vikersund voller Höhepunkte. Was ist dein erklärtes Ziel?
Schlierenzauer: Für mich würde sich bei der WM in Oslo der Kreis schließen. Ich habe dort mein erstes Weltcupspringen bestritten. Wenn ich die Tournee gewinne, habe ich auch nichts dagegen. Die gibt's aber jedes Jahr, irgendwann muss es passieren. Ich bin ja noch sehr jung. Als Skiflieger bin ich natürlich gespannt auf den neuen Superbakken.

"Krone": Herrmann Maier wagt für eine ORF-Show einen Wettlauf zum Südpol. Würde dich das auch reizen?
Schlierenzauer: Ich habe noch kein Angebot bekommen. Der Südpol ist mir aber viel zu kalt. Meine Show müsste irgendwo im Süden spielen. Ein Surfwettbewerb würde mir taugen.

Interview: Norbert, Niederacher, Tiroler Krone

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