Zwei-Klassen-Medizin

Kassenpatienten warten länger auf Operation

Oberösterreich
08.10.2010 09:18
Wer eine private Zusatzversicherung hat, kommt bei "geplanten" Operationen bis zu vier Mal schneller zu einem Termin als "gewöhnliche" Krankenkassen-Patienten: Dagegen macht die Arbeiterkammer gemeinsam mit den Patientenanwälten mobil. Sie will auch Versicherungen klagen, die mit "OP-Termine sofort" werben.

"Entweder ist das eine Irreführung oder es stimmt – dann werden Privatpatienten illegal bevorzugt", will Oberösterreichs AK-Präsident Johann Kalliauer gegen Werbemethoden vor Gericht gehen, die eine "Zwei-Klassen-Medizin" suggerieren. Die es allerdings gibt, wie Gerald Bachinger, Sprecher der Patientenanwälte Österreichs, aufzeigt: Hüftgelenks-OPs erhalten Privatpatienten doppelt, einen Kniegelenkersatz dreieinhalb und eine OP bei Grauem Star vier Mal so schnell wie Kassenpatienten. 

Als Abhilfe fordert die AK ein "transparentes Wartelisten-Management" mit objektiven Kriterien: "Kürzere Wartezeiten darf es nur aus medizinischen oder sozialen Gründen geben, eine Zusatzversicherung darf kein Grund sein", so Kalliauer.

Kronen Zeitung
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