Laut Anklage soll der Mann das Tier geschossen, fachmännisch zerteilt und mit seinem Traktor abtransportiert haben. Staatsanwalt Franz Simmerstatter führte weiters ins Treffen, dass der Beschuldigte nicht nur Jäger, sondern auch Fleischhauer sei. Familienmitglieder des Jägers belasteten den Mann schwer. Klare Beweise wurden allerdings nicht vorgelegt.
Mehrere Zeugen, unter ihnen Mitglieder einer Jagdgesellschaft, bestätigten, dass "schon viele neidisch" auf den Jäger gewesen seien, weil er oft "gute Abschüsse" zu verzeichnen hatte. Der Obmann der Jagdgesellschaft gab an, den Beschuldigten im vergangenen Jahr auf den Vorfall angesprochen zu haben. Dieser habe beteuert, mit dem Bärenabschuss nichts zu tun zu haben.
Verteidiger ortet zweifelhafte Indizien
Der Verteidiger des Angeklagten, Maximilian Motschiunig, will weitere Beweise einholen. "Es handelt sich hier um eine Indizienkette, die von den Ermittlern aufgestellt wurde. Aber jedes einzelne dieser Indizien unterliegt berechtigten Zweifeln", sagte der Rechtsanwalt. Es soll laut Motschiunig auch vier Anzeigen gegen weitere mutmaßliche Schützen geben. Deren Ermittlungsergebnisse sollen in der nächsten Verhandlung vorgebracht werden.
Kadaver in Bachbett gefunden
Der Braunbär hatte sein Revier im Grenzland von Kärnten und Slowenien und war im Logartal (Logarska Dolina) knapp hinter dem Grenzübergang Paulitschsattel (Bezirk Völkermarkt) gefunden worden. Roznik war mit einem Peilsender ausgestattet gewesen und zuletzt im Raum Bad Eisenkappel geortet worden. Der Kadaver des Tieres wurde in einem Bachbett gefunden - Kopf und Tatzen waren abgetrennt und das Fell fachmännisch abgezogen.









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