Die Wirtschaft beklage einen Mangel an Fachkräften, gleichzeitig seien junge Frauen heute qualifizierter ausgebildet denn je, so Gabriele Schmid, Leiterin der Abteilung Bildungspolitik. "Frauen in Karenz werden jedoch weiterhin an den Rand gedrängt." Eine AK-Umfrage unter Karenzierten (rund 1.240 ausgefüllte Fragebögen) in Wien zeige, dass die Betriebe in der Krise noch weniger in Wiedereinsteiger investierten als in den Jahren davor: 2007 sei zwölf Prozent der Karenzierten eine Weiterbildung zur Gänze durch den Betrieb bezahlt worden, 2010 nur mehr 9,5 Prozent.
AK: Investitionen würden sich rechnen
Ein höheres Bildungsniveau und eine kürzere Karenzdauer begünstigen laut AK den Wiedereinstieg beim gleichen Arbeitgeber. Investitionen in den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung "dürfen in keinem Fall auf die lange Bank geschoben werden", meinte Ingrid Moritz, Leiterin der AK-Abteilung Frauen und Familie. Dies rentiere sich auch für das Budget: 35.000 zusätzliche Plätze für Kleinkinder und die Ausweitung der Öffnungszeiten für 70.000 bestehende Plätze kosteten 549 Millionen Euro (Personal und Baumaßnahmen), schon nach vier Jahren ergäbe sich ein Plus für das Budget in Höhe von 78 Millionen Euro.
Die AK fordert u.a. auch ein "tatsächliches Karenzmanagement" der Betriebe, einen erleichterten Zugang zum einkommensabhängigen Kindergeld, einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz bei Wiedereinstieg oder Teilnahme an einer Qualifizierung sowie die Ausweitung des Kündigungsschutzes nach der Karenz auf mindestens ein halbes Jahr.









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