26.09.2020 06:00 |

Kanzler gegen NEOS

Verwirrung um Somaliland: „Wohin fahren wir denn?“

Im Wahlkampf wird es immer auch ein bisschen skurril. So herrscht nun Verwirrung über Somaliland. Eine – nicht anerkannte – autonome Region in Ostafrika, aber, laut Kanzleramt, auch eine Provinz in Äthiopien. Kanzler Sebastian Kurz nannte in der wieder aufgeflammten Flüchtlingsdebatte mehrmals „Somaliland“, sagte, dort gewesen zu sein, und lud NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger ein, mit ihm dort hinzureisen, um sich die Armut anzusehen. 

„Ich komme gern mit, aber wohin fahren wir denn?“, fragt nun die NEOS-Obfrau. Denn Somaliland ist eine autonome Region in Ostafrika, die von keinem Land anerkannt wird. Dort gebe es auch keine Flüchtlingslager, und die österreichische Agentur der Entwicklungszusammenarbeit führe Somaliland nicht als Hilfsempfänger, so die pinke Partei. Das Fazit der NEOS: Sebastian Kurz sei nie dort gewesen.

Somaliland sei auch eine Provinz in Äthiopien, an der Grenze zu Somalia, heißt es dazu aus dem Kanzleramt. Dort sei Kurz sehr wohl gewesen.

Doris Vettermann, Kronen Zeitung

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