Mordversuch in Linz

Vor Bank-Coup: Terminnotiz verriet lettische Bande

Sie hätten nach dem Mordversuch an einem Bandenmitglied leicht entkommen können - doch die Gier war größer! Nachdem lettische Betrüger in Linz einen Komplizen fast erschlagen und dann sein Hotelzimmer angezündet hatten, wollte sie gleich eine Bank „abziehen“. Doch die Terminnotiz verriet sie.

Mit diesem Trick gondelten die Verbrecher, die teils 20 Jahre Häfen am Buckel haben, durch Europa und machten nun in Linz Station: Sie melden sich unter falschem Namen an einer Adresse an, bekommen damit einen Meldezettel und eröffnen damit wiederum Konten und erhalten jeweils eine Kreditkarte. Diese überziehen sie, bis nichts mehr geht, und ziehen dann weiter. Bank und Polizei haben nichts in der Hand, denn alle Angaben waren falsch.

Jede Menge Kreditkarten
„Wir haben im Hotel der Verdächtigen eine Menge Kreditkarten, je auf andere Namen gefunden“, weiß Landeskriminalamt-Chef Gottfried Mitterlehner. In einem Zimmer der Betrüger im Hotel Mama Muh, wo die Bande den im Streit fast erschlagenen Komplizen (49) verbrennen wollte, fanden die Ermittler auch eine Terminnotiz.

Neues Versteck in Linz-Urfahr
Am Mittwochnachmittag, 15 Stunden nach dem Mordversuch, wollten zwei der vier Betrüger (30 bis 50 Jahre alt) ein Konto eröffnen und tauchten tatsächlich auf. Da klickten die Handschellen, die Komplizen wurden im neuen Versteck im Julius-Raab-Heim in Linz-Urfahr erwischt. Das Opfer ringt mit dem Tod, die Verdächtigen leugnen.

Markus Schütz
Markus Schütz
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Samstag, 31. Oktober 2020
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