Haag am Hausruck:

Gemeinde will nun doch die Luisenhöhe kaufen

Noch vor der Coronakrise schlitterte Anfang des Jahres die Erlebnisberg Luisenhöhe Gmbh in Haag in den Konkurs. Gestern lief beim Masseverwalter die Frist für Kaufangebote ab. In letzter Minute entschied sich die Gemeinde, mitzubieten. Um 200.000 Euro soll das Wahrzeichen des Ortes gerettet werden.

Über Monate hielt sich das Interesse an einem Kauf des Erlebnisbergs Luisenhöhe in Grenzen. Nun ging es Schlag auf Schlag. Zunächst legte eine Verwerterfirma dem Masseverwalter ein Angebot vor.  Als Haags Bürgermeister Konrad Binder (ÖVP) Wind davon bekam, schrillten die Alarmglocken. „Die Firma würde alles abmontieren und versteigern, vom Waschbecken über den Händetrockner bis zur Rodelbahn und den Rodeln. Übrig bleiben würden nur noch ein paar Betonfundamente“, rief er in einem Schreiben eindringlich zur Rettung des Wahrzeichen des Ortes auf. Mit 18:7 Stimmen entschied sich der Haager Gemeinderat in letzter Minute doch noch für einen Kauf. Dem Masseverwalter wurde ein Angebot von 200.000 Euro unterbreitet. Entscheiden wird das Gericht. „Ich hoffe, dass dieses Angebot gut genug ist. Ich bin zuversichtlich“, meint Binder.

Viel Arbeit für Politik
Er gehe ihm bei dieser Rettungsaktion gar nicht so sehr um die Erlebnisbahn, sondern um die Rodelbahn und die Talstation. Sollte die Gemeinde den Zuschlag bekommen, würde viel Arbeit auf die Haager Ortspolitik zukommen. Das Tourismuskonzept muss völlig neu überdacht werden. Binder: „Die Gemeinde wird sich mehr einbringen müssen und sich die Frage stellen, was können wir dazu betirage, dass die Luisenhöhe wieder einen guten Ruf bekommt.“

Auf keinen Fall möchte Binder, dass die Gemeinde als Betreiber der Luisenhöhe fungiert. Im schwebt eine GmbH vor. Das bisherige Personal steht zur Verfügung. Auch für die Bewirtschaftung der Waldschenke soll es bereits einen konkreten Plan geben.

Mario Zeko
Mario Zeko
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Dienstag, 20. Oktober 2020
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