22.09.2020 21:00 |

In der Steiermark

Radeln und gehen spart 150.000 Tonnen CO2 pro Jahr

Das Potenzial für mehr Radverkehr ist in der Steiermark sehr groß, macht der VCÖ (Verkehrsclub Österreich) anlässlich des heutigen autofreien Tags aufmerksam. In der Steiermark ist jeder siebte Alltagsweg kürzer als ein Kilometer, die Hälfte kürzer als fünf Kilometer und zwei Drittel sind kürzer als zehn Kilometer. Wer Alltagswege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegt, spart viel Geld, tut der eigenen Gesundheit Gutes und vermeidet viel CO2. Der VCÖ betont, dass es einen verstärkten Ausbau der Rad-Infrastruktur sowie eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung in den Gemeinden und Städten braucht.

Rund 150.000 Tonnen CO2 pro Jahr vermeiden die Steirer dadurch, dass sie Alltagswege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen, macht der VCÖ aufmerksam. „Alltagswege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen ist ein wichtiger und einfacher Beitrag zum Klimaschutz“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer am heutigen Autofreien Tag fest. Das Potenzial, dass mehr Wege mit Muskelkraft betrieben zurückgelegt werden, ist in der Steiermark groß.

Denn in der Steiermark ist jeder siebte Alltagsweg kürzer als ein Kilometer, was gut zu Fuß gegangen werden kann. Die Hälfte aller Alltagswege ist kürzer als fünf Kilometer. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt täglich eine halbe Stunde Bewegung. Wer diese Empfehlung einhält reduziert laut WHO das Herzinfarktrisiko um rund 50 Prozent.

Immerhin haben 76 Prozent der Haushalte in der Steiermark mindestens ein Fahrrad. „Das Fahrrad möglichst oft für Alltagswege zu verwenden, zahlt sich mehrfach aus. Statt Erdöl verbrennen wir beim Radfahren Kalorien, was unserer Gesundheit und Fitness gut tut, unsere Geldbörse schont und ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz ist“, macht VCÖ-Sprecher Gratzer auf den vielfachen Nutzen bewegungsaktiver Mobilität aufmerksam.

Derzeit werden aber viele kurze Strecken mit dem Auto gefahren. Vier von zehn Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer. Dabei ist gerade bei Kurzstrecken der Spritverbrauch sehr hoch. Wer 1000 Kilometer zu Fuß oder mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurücklegt, spart sich allein an Spritkosten fast 100 Euro pro Jahr.

Der VCÖ betont, dass innerhalb des Ortsgebiets dem Radfahren und dem zu Fuß gehen mehr Platz einzuräumen ist und auch außerhalb der Orte sind Radwege und auch Gehwege verstärkt auszubauen. Bei Befragungen werden zu hohes Tempo des Autoverkehrs und fehlende Rad-Infrastruktur häufig als Gründe genannt, warum eine Strecke nicht mit dem Fahrrad gefahren wird. Deshalb ist es wichtig, dass es von Siedlungen zum nächstgelegenen Ortsgebiet eine gute Radverbindung gibt und Bahnhöfe immer an das Radwegenetz angebunden sind. Denn die Kombination Fahrrad und Bahn ist um ein Vielfaches klimafreundlicher als das Auto.

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