Indoor-Plantagen

Neuer Trend: Das Haschischfeld im eigenen Haus

Kärnten
01.10.2010 17:10
Der Herbst ist auch Erntezeit bei den Cannabis-Bauern. Das bedeutet Stress für die Suchtgiftermittler. "Derzeit kommen Anzeigen am laufenden Band!", erklärt ein Kriminalist. Weil die Arbeit im Freien aber auffällig und daher auch risikoreich ist, verlagern immer mehr Hasch-Züchter ihr Anbaugebiet nach innen.

Die "Indoor-Plantagen" schießen seit Jahren wie Schwammerl aus dem Boden. Hielten sich im Vorjahr Cannabisfelder und die Aufzuchtanlagen in den Häusern zahlenmäßig die Waage, dürften Letztere heuer bereits vorne liegen.

"Insgesamt 70 haben wir 2009 aufspüren und das Rauschgift vernichten können. Natürlich bestehen noch viel mehr – die Dunkelziffer kennt man ja nicht", erklärt ein Suchtgiftermittler. In Kärnten zeichne sich gerade einen Umschwung ab, weiß er: "Der Trend geht hin zu stärkerem Cannabis. Pflanzen, die aus Zuchtanlagen in Kellern oder auf Dachböden stammen, haben einen höheren THC-Wert."

Weniger Aufwand bei Indoor-Zucht
Außerdem bedeutet eine Indoor-Zucht weniger Aufwand: "Einfache Schaltuhren sorgen für eine optimale Lichtregelung und auch zum Bewässern werden bereits Steueranlagen verwendet."

Kriminalbeamte fanden in Kärnten schon "Plantagen" in Häusern, die gerade noch in ein Terrarium passten, aber auch solche, mit Hunderten Pflanzen. "Ohne einen konkreten Tipp ist es allerdings fast unmöglich, solche Züchter zu schnappen", weiß ein Polizist.

von Serina Babka, "Kärntner Krone"
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