Als Werbeträger greift UETD auf eine "Kultfigur" des türkischen Humors, Nasreddin Hodscha, zurück. Auf dem Plakat ist er verkehrt auf einem Esel sitzend zu sehen, wobei er ein Wahl-Kuvert in Richtung Urne wirft. Dazu sagt er, frei übersetzt: "Und wenn es doch funktioniert?" Für den "gelernten" Türken transportiert die Zeichnung gleich zwei Anekdoten.
Die erste, auf seine Aussage bezogen: "Die Dorfbewohner fanden den Hodscha einmal dabei, wie er Joghurt-Ferment in den Dorfteich einrührte. Auf erstaunte Hinweise der Dorfbewohner, dass daraus wohl nie Joghurt werden könne, antwortete der Hodscha: "Ich weiß, aber was, wenn es doch funktioniert?" Zu seiner verkehrten Sitzhaltung am Esel gibt es verschiedene Gedanken. Einer davon: "Der Hodscha ritt verkehrt am Esel. Zur Rede gestellt, warum er das tue, sagte er: Ich möchte nicht in dieselbe Richtung schauen wie der Esel".
Ob Nasreddin Hodscha wirklich gelebt hat, ist umstritten. Wenn, dann vermutlich im 13. oder 14. Jahrhundert in Aksehir im Südwesten der heutigen Türkei. Seine Geschichten voller Lebensweisheit und Humor, oft mit Gesellschaftskritik, sind in der Türkei ähnlich verbreitet und bekannt wie jene von Till Eulenspiegel im deutschsprachigen Raum.









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