17.09.2020 15:56 |

Länder sind erzürnt

Erste Verhandlungsrunde zum 1-2-3-Ticket geplatzt

Infrastrukturministerin Leonore Gewessler (Grüne) hätte am Freitag erstmals die Verkehrslandesräte treffen sollen, um mit ihnen über das 1-2-3-Ticket zu verhandeln. Allerdings wurde das seit Längerem geplante Treffen kurzfristig von der Gastgeberin, Wiens Vizebürgermeisterin Birgit Hebein (Grüne), abgesagt - Corona-bedingt, hieß es.

Mehrere Länder meldeten schon vor dem nun geplatzten Treffen Bedenken an, weil viele Fragen noch völlig offen sind - etwa, wer welche Kosten tragen wird. Dass das Treffen nun nicht zustande und auch eine Videokonferenz als Alternative nicht infrage kommt, erzürnt die Länder.

„Wir bedauern diese Absage sehr, denn sie verzögert eine Lösung für das 1-2-3-Ticket weiter. Es ist aus unserer Sicht wichtig, diese Konferenz so rasch wie möglich nachzuholen, um Antworten auf offene Fragen zu erhalten“, so die Verkehrslandesräte aus Niederösterreich, dem Burgenland, Kärnten, Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Seitens des Ministeriums heißt es auf „Krone“-Anfrage, dass Ministerin Gewessler die Absage „natürlich ebenso bedauert“ und bereits nach einem neuen Termin gesucht werde.

Um einen Euro pro Tag öffentlich durch ein Bundesland, um zwei Euro täglich durch zwei Länder und um drei Euro pro Tag durch ganz Österreich düsen - das ist die Idee des 1-2-3-Tickets. Schon 2021 soll das Ticket um drei Euro pro Tag kommen.

Kronen Zeitung/krone.at

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