14.09.2020 05:30 |

Aufregung in Villach

Kind ins Auto gezerrt: Es war keine Entführung!

Entführungsalarm gab es am Sonntag in Villach. Eine gebürtige Bosnierin hatte bei der Polizei angezeigt, dass ihr Kind auf einem Spielplatz gekidnappt worden sei. Es soll von dessen Vater, mit dem sie offenbar um das Sorgerecht streitet, in ein Auto gezerrt worden sein. Wie sich nun herausstellte, handelt es sich dabei nicht um Entführung, da das Sorgerecht beim Vater liegt.

Die Mutter war am Nachmittag mit ihrem Kind auf einem Spielplatz, als sie bemerkte, wie ihr Mann - ein gebürtiger Bosnier - mit seinem Auto vorfuhr. Er nahm das Kind an sich, setzte es in den Wagen und fuhr davon. „Von einer Kindesentführung kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht gesprochen werden“, heißt es seitens der Polizei. Das Sorgerecht für das Kind liegt nämlich beim Vater, der in Graz lebt. Dort hat das Kind auch einen Kindergartenplatz.

Sorgerecht beim Vater
„Der Vater lebt in Graz. Und vieles deutet darauf hin, dass er sich mit seinem Kind auf den Weg dorthin gemacht hat“, so ein Polizist. Die Mutter des Kindes wollte vor zwei Jahren nicht in der Wohnung in Graz bleiben. Als heuer die Corona-Krise begann, durfte die Mutter das Kind mit Erlaubnis des Vaters für zwei Wochen mitnehmen. Danach brachte sie das Kind nicht mehr zurück. Als der Vater sein Kind nun abholen wollte, erstattete die Mutter Anzeige.

 Kärntner Krone
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