11.09.2020 06:30 |

Gleich drei Vorfälle:

Geldstrafe für gewalttätigen Lehrer

Viel zu grob ging ein Salzburger Lehrer mit Schülern um. Gleich drei Vorfälle, passiert 2018 in einer Neuen Mittelschule, thematisierte das Landesverwaltungsgericht: Demnach schubste der Pädagoge einen Erstklässler beim Radausflug, zog ein Mädchen am Bein aus der Klasse und schlug einen Schüler auf den Hinterkopf. Geldstrafe für schwere Dienstpflichtverletzungen: zweieinhalb Monatslöhne.

34 Jahre lang war der Pädagoge im Dienst. Bis 2018 eine Serie an Vorfällen zur Suspendierung des Mannes führten. Von „körperlicher Gewalt gegen die ihm anvertrauten Schüler“ ist nun in der Gerichtsentscheidung zu lesen – von „schwerwiegenden Dienstpflichtverletzungen“ und einem „schlechten Beispiel für andere Lehrpersonen“.

Drei Vorfälle in einer Mittelschule

Der erste Vorfall ereignete sich am 11. Juni 2018. Ein Radausflug mit der 1b. Dabei fuhr ein übermütiger Schüler freihändig. Der Lehrer belehrte ihn mit seinem Stoß. Am 1. Oktober, im Geschichtsunterricht, zog der Mann eine Schülerin an ihrem Bein durch das Klassenzimmer. 19. November, ein heiklerer Vorfall: Der Lehrer kassierte ein Handy ein. Ein Schüler griff in Richtung Hose. Der Lehrer reagierte mit einem leichten Schlag auf den Hinterkopf. Der Pädagoge bestritt noch, es sei nur ein „Fahrer“ über den Kopf gewesen. Er erwähnte zudem „unerhebliche Provokationen“. Ihm sei aber bewusst, überreagiert zu haben.

Die Strafe wurde von vier auf zweieinhalb Monatslöhne heruntergesetzt. Auch weil der Mann seit Februar 2020 wieder „zufriedenstellend“ lehrt.

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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