Schulstart in OÖ

Normalbetrieb, Schulschließungen aber auch möglich

Die Vorbereitungen auf den Schulstart in Oberösterreich laufen auf Hochtouren. Nach einem Schulgipfel am Mittwoch mit Schüler-, Eltern-, Lehrervertreter sowie Experten und Behördenvertreter informierten LHStv. Christine Haberlander (ÖVP) und Bildungsdirektor Alfred Klampfer über die Ergebnisse. Schulschließungen sollen vermieden werden, sie ganz auszuschließen wäre aber „unseriös“, so Haberlander.

Thema Maskenpflicht
Eine Maskenpflicht im Unterricht ist derzeit auch kein Thema. „Eine Schule ist kein Krankenhaus“, meinte dazu Tilman Königswieser, Arzt und Mitglied des Krisenstabs des Landes. Kinder seien weniger gefährdet als Personen in Spitälern und Altenheimen. Aber dennoch: Sollte sich die Situation stark verschlimmern und die Maskenpflicht im Klassenzimmer in Bayern bewähren, ist für Haberlander nichts ausgeschlossen.

Ziel: Keine Schulschließungen
Vorerst gehe man einmal von einem normalen Schulstart aus und von gefüllten Klassen. „Unser Ziel ist, dass es zu keinen Schließungen kommt“, betonte Haberlander. Allerdings: „Wir schließen das zum aktuellen Zeitpunkt auch nicht aus.“ Man wisse nicht, wie sich die Lage in einigen Monaten entwickle. In Oberösterreich waren die Schulen in mehreren Bezirken aufgrund eines schwer eingrenzbaren Clusters mit vielen Kindern vor Semesterende im Sommer geschlossen worden, was auch zu Kritik geführt hatte.

Krisenteams als Ansprechperson
Für das Handling mit dem Virus werden an allen Schulen Krisenteams als Ansprechpersonen installiert. „Wir versuchen den Schulen Sicherheit zu geben am Schulanfang“, so Klampfer. Das will man in Form eines Leitfadens mit F&Qs tun. „Dass es kein Normalbetrieb wird, wissen wir ohnehin.“ Aber auch, wenn man sich derzeit vorrangig um die Pandemie kümmere: „Wir sind Schule, wir müssen Bildung anbieten.“ Das dürfe man nicht vergessen.

Durchlüften, weiter unterrichten
Wenn ein Kind in der Schule Krankheitssymptome bekommt, sieht das Prozedere vor, dass ein Lehrer mit dem betroffenen Schüler in ein anderes Zimmer geht und Eltern sowie Gesundheitsbehörden verständigt, erklärte Klampfer. Die anderen Schüler bleiben im Klassenzimmer, lüften durch, haben dann aber weiter Unterricht.

Gurgeltests alle drei Wochen
Stolz ist man in Oberösterreich auf die Teilnahme an der Studie mit den Gurgeltests: Von den bundesweit daran beteiligten 200 Schulen sind 43 im Bundesland. An diesen Standorten werden zu Forschungszwecken alle drei Wochen Gurgeltests durchgeführt. Ansonsten werden bei Verdachtsfällen die herkömmlichen PCR-Tests gemacht.

Maturabälle
Offen ist, wie Maturanten mit ihren Maturabällen vorgehen sollen. Diese seien keine Schulveranstaltungen, betonte Klampfer, sondern liegen in den Händen von Privaten, meist eines Organisations-Komitees, das auch ein wirtschaftliches Risiko trägt. Daher gibt es seitens der Bildungsdirektion keine Empfehlungen. Allerdings: „Ich würde es mir gut überlegen“, meinte Klampfer. Andererseits: „Vielleicht gibt es ja im Jänner schon einen Impfstoff.“

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Dienstag, 22. September 2020
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