Jaun- und Lavanttal

Basejumper suchen mit Sprüngen von Brücken ihren Kick

Kärnten
25.09.2010 17:02
Das ist tödlicher Irrsinn! Um sich den besonderen Kick zu holen, springen Unbekannte mit Fallschirmen von der Lippitzbach-Brücke oder vom 164 Meter hohen Talübergang Lavant. Doch diese "Basejumps" sind verboten. Kürzlich ist einer dieser "Freizeitsportler" unter der Twimbergbrücke in den Bäumen hängen geblieben.

Nachdem in der Lavant die nackte Leiche eines Wolfsbergers (41) gefunden worden war, wurde im Lavanttal nach dessen Bekleidung gesucht. Doch statt der Kleidung des Toten entdeckten Kripo-Ermittler in den Bäumen unterhalb der mit 164 Metern zweithöchsten Autobahnbrücke Österreichs, dem Talübergang Lavant, einen Fallschirm. 

"Die ganze Aktion dauert nur wenige Sekunden"
"Die Seile sind mit einem Messer gekappt worden", schildert ein Polizist: "Der Fallschirm dürfte etwa zwei Tage dort gehangen sein!" Damit haben die Beamten erstmal einen offiziellen Hinweis darauf, dass der Talübergang immer wieder für illegale "Basejumps" missbraucht wird. "Die ganze Aktion dauert nur wenige Sekunden. Ein Fahrer bringt den Springer auf die Brücke, der hüpft und steigt unten bei einem anderen, der das ganze meistens filmt, wieder ins Auto", berichtet ein Autobahnpolizist.

Videos dieser halsbrecherischen Aktionen sind dann im Internet zu finden. Laut Polizei wurde aber in Kärnten bisher noch nie ein "Basejumper" vor oder nach seinem Sprung gefasst. Die Ermittlungen laufen.

von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"
Bild: YouTube

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