Wochenlange Jagd

Doppel-Mörder von Rosenheim tot in Schuppen entdeckt

Ausland
23.09.2010 10:31
Der mutmaßliche Doppel-Mörder von Rosenheim, nach dem wochenlang auch in Österreich gefahndet wurde, ist tot: Die Leiche von Franz Müller (48), der im Verdacht steht, Ende August seine Ex-Frau erschlagen und seinen dreijährigen Sohn erhängt zu haben, wurde jetzt in einem Schuppen entdeckt. In der Baracke hatte sich der Täter verschanzt und einen Abschiedsbrief geschrieben.

Das Verbrechen sorgte für Angst in der 61.000 Einwohner zählenden bayrischen Stadt Rosenheim: Ende August soll ein Familienvater seine Ex-Frau und seinen Sohn in der früheren Wohnung getötet haben. Danach suchten die Behörden den Verdächtigen - auch in Salzburg. Und schon damals hegten die Fahnder die Vermutung, der vorbestrafte Mann könnte sich selbst etwas antun. 

Von Hausmeister entdeckt
Am Dienstag meldete sich ein Hausmeister, der in einem Schuppen hinter einem Mehrfamilienhaus, nur unweit des damaligen Tatortes, einen starken Geruch wahrnahm und dann die Leiche von Müller entdeckte. Erhängt, genau wie sein Sohn. 

Der Mann dürfte sich seit Wochen in der Baracke versteckt gehalten haben. Eine Art Bett stand in dem Schuppen, die Kriminalisten fanden außerdem einen handgeschriebenen Abschiedsbrief. Datiert mit 5. September, adressiert an die Tochter von Müller aus früherer Ehe. Darin kündigt er den Suizid an, vom Doppelmord steht nichts.

Ein mögliches Motiv: Müller könnte den Verdacht gehegt haben, der Sohn sei nicht von ihm. Ein DNA-Test bestätigte allerdings seine Vaterschaft. Es ist davon auszugehen, dass Müller seine Ex-Frau und seinen Sohn tatsächlich gewaltsam getötet hat.

von Max Grill, Kronen Zeitung

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