"Frechheit siegt!" - So dürfte das Motto windiger Unternehmer lauten, die "Wasseraufbereitungsanlagen" und Filtergeräte um teures Geld an Kunden verscherbeln lassen, deren Trinkwasser völlig unbedenklich ist. Um die Betroffenen zu verunsichern und zum Kauf zu überreden, greifen die Keiler zu allerlei Tricks: Mit Elektrolysegeräten wird eine Wasserprobe frisch von der Hausleitung unter Strom gesetzt und so manipuliert, dass sich kleinste Rostpartikel bilden und eine braune Brühe übrig bleibt.
"Das ist ein mieser Schmäh, weil sich feine Eisenteilchen im noch so klaren Wasser befinden", sagt Helmut Herlicska, Obmann der Plattform Wasser. Diese Vereinigung wurde gegründet, um die Versorgung der heimischen Haushalte mit einwandfrei kühlen Nass zu unterstützen. Herlicska betont: "Besondere Vorsicht ist stets geboten. Denn oft geben die Betrüger auch vor, für einen Verein tätig zu sein, der sauberes Trinkwasser schützen will."
Die frechen Methoden dieser skrupellosen Keiler sind ebenso der Arbeiterkammer (AK) bestens bekannt. "Wer in die Falle tappt, kann binnen einer Woche vom Kauf solcher Aufbereitungsanlagen zurücktreten", erklärt AK-Sprecherin Eva Schreiber.
von Karl Grammer, Kronen Zeitung
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