Linzer mit Tatendrang

Musiknoten-Abo-Plattform will das Zuhören lernen

Post-its kleben an den Wänden. Im Besprechungsraum steht ein E-Piano, an dem David Kitzmüller Platz nimmt. Auf einem Tablet ruft er ein Lied auf und beginnt zu spielen. „Hier nehmen wir auch unsere Videos auf“, erzählt der 33-jährige Mühlviertler, der mit Toni Luong die Musiknoten-Abo-Plattform Oktav gegründet hat.

Mehr als 200.000 Menschen besuchen pro Monat die digitale Musiknoten-Abo-Plattform Oktav, die mehrere Tausend Abonnenten zählt und mit 13.000 Liedern für Klavierspieler aufwartet. Waren die Linzer zuerst darauf fokussiert gewesen, sich als Plattform in Europa zu etablieren, gehen die Oktav-Gründer David Kitzmüller (33) und Toni Luong (37) gemeinsam mit ihren acht Mitarbeitern nun die nächsten Schritte an. Internationalisierung, lautet dabei das Zauberwort. Im Herbst will man in den USA, in Kanada, Neuseeland und Australien so richtig durchstarten. Außerdem soll in der nächsten Zeit das Bezahlen in unterschiedlichen Währungen auf der Musiknoten-Abo-Plattform möglich werden.

Projekt mit Kepler-Uni
Abseits davon arbeiten die Linzer daran, Oktav weiterzuentwickeln. Im Rahmen eines von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG unterstützten Projekts wurde ein Jahr lang mit dem Computational-Perception-Institut der Linzer Johannes-Kepler-Universität daran getüftelt, wie es möglich wird, dass die Plattform mittels Software live gespielte Klaviermusik erkennen kann. Begriffe wie „Künstliche Intelligenz“ und „Machine Learning“ werden in diesem Zusammenhang strapaziert. „Musik zu erkennen, die gesummt wird, ist ein ungelöstes Problem“, erzählt Luong.

„Sehr langer Weg“
Das Oktav-Team gibt trotzdem nicht auf, steckt Hirnschmalz hinein, damit es auf der Linzer Plattform irgendwann möglich wird, den Titel nach ein paar Tönen, die der Nutzer am Klavier spielt, zu erkennen. „Bis dahin ist es ein sehr langer Weg“, so Kitzmüller, der klarstellt: „Wir wollen das Angebot auf Oktav einfach noch stärker personalisieren.“

Von
Barbara Kneidinger
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Samstag, 04. Dezember 2021
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