19.08.2020 14:00 |

Vorbereitungen laufen

So rüsten sich Tirols Unis für den Corona-Herbst

Während für die Schulen in Österreich am Montag von Bildungsminister Heinz Faßmann ein Corona-Plan für den Herbst und Winter präsentiert wurde, steht dieser für Universitäten und Fachhochschulen noch aus. Die „Tiroler Krone“ hat bei drei Bildungseinrichtungen nachgefragt, welche Vorkehrungen sie derzeit treffen.

An einem genauen Plan wird bei der Uni Innsbruck noch gefeilt und auf konkrete Vorgaben aus dem Ministerium gewartet. „Es ist noch nicht sicher, ob die Uni zur Gänze offen sein wird. Das hängt von der Lage ab“, informiert Uwe Steger. So viel wie möglich Präsenzlehre wolle man machen, vor allem unter den Erstsemestrigen. „Wir möchten sie so gut wie möglich in den Universitätsalltag hineinführen.“ Je nachdem, welche Abstandsregeln im Herbst gelten, entscheidet sich, wie viele Studierende in den Räumen anwesend sein können.

„Bei einem Abstand von eineinhalb Metern ist eine Belegung bis zu einem Drittel möglich“, rechnet Steger vor. Lehrende würden sich sowohl auf Präsenz- als auch Fernlehre vorbereiten. Für Prüfungen im Herbst gelte dasselbe wie vor dem Sommer: „So viel wie möglich wird online geprüft.“ Bei Auftreten eines positiven Falles werde dieser genau zurückverfolgt. Eine komplette Schließung des Campus sei aber „sehr unwahrscheinlich“.

Externe Räume und Fieberkontrollen
Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen beim Management Center Innsbruck (MCI), wie Rektor Andreas Altmann erklärt: „In Summe wollen wir auf 50 Prozent bei der Präsenzlehre kommen und den Rest mit online machen. So ist ein Sicherheitsabstand garantiert.“ Derzeit stehe man in Verhandlung mit Anbietern größerer Räumlichkeiten, die eine höhere Flexibilität bieten sollen. Auch eine Erweiterung der Öffnungszeiten ist geplant.

Bestellt wurden neben Masken und Desinfektionsmittel auch Fieberthermometer für die Einlasskontrolle. „Ob das benötigt wird, wird sich zeigen. Wir wollen bestmöglich gerüstet sein“, betont der Rektor. Geprüft werde, ob Corona-Teststationen in den Gebäuden möglich sind. Und auch hier gilt: Bei einem positiven Fall wird genau nachverfolgt, mit welchen Personen der Betroffene in Kontakt stand.

„Große Herausforderung“
Bei der Privatuni UMIT in Hall, wo für einen konkreten Plan ebenfalls noch auf Vorschriften gewartet wird, rechnet man mit einer Mischung aus Präsenz- und Fernlehre, sagt Johannes Schwaighofer. Prüfungen vor Ort seien kein Problem. „Wir haben eher kleine Studiengruppen.“ Man rechne mit großen Herausforderungen, sei aber gerüstet.

Manuel Schwaiger
Manuel Schwaiger
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