Einläufe erhalten

Tod von 3-Jährigem in der Kinderklinik beschäftigt Justiz

Tirol
20.09.2010 13:14
Der tragische Tod eines dreieinhalbjährigen Buben an der Innsbrucker Kinderklinik beschäftigt die Justiz. Wie Radio Tirol am Montag berichtete, sei das Kind im April nach Verabreichung eines Abführmittels gestorben. Die Eltern beklagen, dass es zwei Stunden lang keine ärztliche Hilfe gegeben habe. Die ärztliche Direktion des Landeskrankenhauses Innsbruck bestätigte auf Anfrage den Fall und verwies darauf, dass er gerichtsanhängig sei.

Bei dem Dreijährigen habe es sich um ein chronisch krankes Kind gehandelt, sagte die ärztliche Direktorin, Alexandra Kofler. Die genauen Gründe, die zu seinem Tod geführt hätten, seien unklar. Bei der häufigen Erkrankungsform sei nach einem üblichen Therapieschema behandelt worden. "Noch nie" habe es derartige Komplikationen gegeben. Kofler sprach von einer "abnormalen Reaktion" und verwies auf die gerichtlich angeordneten Untersuchungen.

Der Bub hatte laut ORF-Bericht mehrere Einläufe erhalten, auf den dritten habe das Kind mit hohem Fieber und Krämpfen reagiert. Die Mutter sei nach eigenen Angaben damit vertröstet worden, die Symptome seien nach derartigen Einläufen "normal". Als dann ein Arzt eintraf, war es für den Buben bereits zu spät. Er sei an einer Stoffwechselentgleisung, einer sogenannten Hypokalzämie, gestorben.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Tirol
20.09.2010 13:14
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Tirol
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung