02.09.2020 08:00 |

Einheimische unterwegs

Was ich immer schon in Wien machen wollte!

Wenige Touristen im Welterbe Wien - das ist die Chance für uns Einheimische, Wien einmal ganz für uns zu erkunden und exklusive Erlebnisse zu erfahren!

Des einen Leid ist des anderen Freud: Der Städtetourismus liegt darnieder, internationale Touristen bleiben coronabedingt aus, die Urlauber fehlen der Wirtschaft, aber genau das gibt uns die einmalige Möglichkeit, etwas zu unternehmen, was wir immer schon einmal machen wollten, aber unterlassen haben, weil uns das Gedränge abgeschreckt hat oder wir anderswo unseren Urlaub verbracht haben.

Premiere: Auf in die Berglzimmer
Also auf nach Schönbrunn, das Touristenziel Nummer eins. Normalerweise besuchen das Schloss zwischen 8000 und 10.000 Menschen, täglich wohlgemerkt. Nun ist diese Zahl natürlich um ein Vielfaches niedriger, aber es gibt auch etwas Besonderes, nämlich erstmals die Gelegenheit für Individualbesucher, die Berglzimmer zu besuchen. Maria Theresia litt im zunehmenden Alter immer mehr unter der sommerlichen Hitze und ließ sich deshalb im Erdgeschoss des Schlosses Räume einrichten, die der böhmische Maler Johann Wenzel Bergl mit exotischen Landschaftsmalereien ausstattete. Bis jetzt waren diese prächtigen Zimmer nicht allgemein zugänglich, nur im Rahmen einer geführten Tour betretbar, aber die neue „Vienna City Card Experience Edition“ macht es möglich.

Es ist sozusagen eine Premiere und richtet sich an jene, die in Wien leben oder es schon oft besucht haben, deshalb auch etwas suchen, was sie noch nicht kennen. Viele exklusive Erlebnisse sind ausschließlich für Besitzer dieser digitalen „Karte“ buchbar, weitere Erlebnisse, Führungen und Workshops einmalig um 20 Prozent vergünstigt, aber auch die Gastronomie ist an Bord, was so viel heißt, wie dass in teilhabenden Wiener Lokalen günstiger gegessen werden kann. Die App ist ab 17. 8. 2020 als Zusatzfeature der neuen, kostenlosen City-Guide-App des Wien Tourismus namens „ivie“ erhältlich, ist genial für besondere Kulturerlebnisse, für kulinarisch Interessierte, für Kreative, für sportliche Genießer oder auch jene, die ein virtuelles Abenteuer suchen.

Ein Blick hinter verschlossene Türen ist damit auch vom Keller in den Dachboden des Kunsthistorischen Museums erlebbar, lässt nicht nur einen einmaligen Spaziergang über das Dach und in der Kuppel zu, sondern man erfährt auch Wissenswertes über die Baugeschichte des Gebäudes, die beeindruckenden Lüftungsschächte und die Technik, die zu so einem großen Museum gehört. Wer es in luftigen Höhen liebt, der ist auch auf der „geheimen Dachterrasse“ im Hochhaus in der Herrengasse genau richtig. Jeden Samstag wird eine Tour angeboten, sehr zu empfehlen übrigens, weil auch die Geschichte des ersten Hochhauses unserer Hauptstadt sehr interessant ist.

„Frei Luft Museum Tour“
„In Wien hatte es das Neue noch nie leicht. Dennoch fanden junge Talente immer wieder einen Weg, das Stadtbild zu verändern. Wie schon vor hundert Jahren lässt sich kreatives Streben nicht unterkriegen“, bewirbt Stadtführer Jascha Novak seine „Frei Luft Museum Tour“, eine alternative Führung von der Secession über den Naschmarkt nach Mariahilf.

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Wer die Wahl hat, hat die Qual: Picknick in den Weinbergen mit einer lustigen Ape-Anreise, ein virtuelles Abenteuer bei First Escape, Besuch bei den Wiener Stadtbienen oder in der Zuckerlwerkstatt, vielleicht ein orientalischer Kochkurs mit Wiener Schmäh bei Habibi & Hawara, die Erlebnisse sind sehr abwechslungsreich – am besten alles durchprobieren, die „Vienna City Card Experience Edition“ gilt ja ein Jahr lang!

Andrea Thomas, Kronen Zeitung

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