"Falsche Gerüchte"

Jetzt schlagen die ÖBB im Bahnstreit zurück

Niederösterreich
19.09.2010 18:00
Mehr als 600.000 Kilometer Zugfahrten sollen heuer in Niederösterreich eingespart werden. Das haben Land und ÖBB paktiert. Welche Strecken dem Rotstift zum Opfer fallen, ist umstritten. Die ÖVP wettert gegen eine angebliche ÖBB-Liste. Ein Bahn-Sprecher: "Diese Pläne stimmen so nicht!"

"Dass die Bahn weitere Strecken streichen will, ist völlig inakzeptabel!" Hellauf empört reagierte Landesrat Johann Heuras auf angeblich von den ÖBB im Alleingang geplante Kürzungen im Fahrplan. Der ÖVP-Politiker listete auch gleich die bedrohten Linien auf – unter anderem Verbindungen von Zellerndorf nach Wulzeshofen und von Ernstbrunn bis Rückersdorf, beide im Weinviertel. Auch Zugfahrten von Bad Fischau bis Puchberg am Schneeberg sollten laut Heuras eingestellt werden. "Und das alles ohne Rücksprache mit uns", polterte der zuständige Landesrat.

Jetzt schlagen die ÖBB aber zurück. "Diese drei genannten Strecken standen nie zur Diskussion", heißt es. Zudem seien alle diese Maßnahmen mit Landesvertretern akkordiert. "Die Verhandlungen fanden am 24. Juni, 16. August sowie am 6. September statt", listet ein Bahn-Sprecher auch penibel die Termine auf.

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung
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