14.08.2020 06:01 |

Großes Plus gefordert

Pensionsverhandlungen: „1,4 Prozent sind zu wenig“

In der kommenden Woche wird der gesetzliche Anpassungswert der Pensionen für das Jahr 2021 feststehen: Er wird bei 1,4 Prozent liegen. Das ist SPÖ-Seniorenvertreter Peter Kostelka viel zu wenig. Er fordert ein deutliches Plus für die Bezieher kleiner Renten. Im September starten die Verhandlungen.

„Pensionisten sind keine gierigen Alten“, sagt Kostelka im Gespräch mit der „Krone“. Eine Anpassung in der Höhe von 1,4 Prozent würde für Mindestpensionisten gerade einmal 12,84 Euro pro Monat mehr bedeuten. Im Gegenzug sind aber seit März die Preise des täglichen Einkaufs um durchschnittlich 2,8 Prozent gestiegen, bei Obst lag die Teuerung zuletzt sogar bei 7,6 Prozent.

„Klar über zwei Prozent“ als Ziel
Kostelka fordert eine gestaffelte Erhöhung der Pensionen und vor allem für die Bezieher kleiner Renten ein „deutliches Plus“. „Klar über zwei Prozent“, so lautet der Anspruch. Laut Pensionistenverband wäre ein Kaufkraftverlust der Senioren weiteres Gift für die heimische Wirtschaft. Insbesondere die kleinen und mittleren Pensionen in Österreich „fließen sofort und direkt in den Konsum, vor allem in die lokale Wirtschaft“, so Kostelka.

Was kommt nach höchster Anpassung seit 25 Jahren?
Im September starten die Verhandlungen zwischen Pensionistenvertretern und der türkis-grünen Regierung. Im vergangenen August wurde nach einem eigenen Pensionsgipfel ein Plus in der Höhe von 3,6 Prozent für kleine Pensionen bis 1111 Euro beschlossen. Das war die höchste Anpassung seit 25 Jahren.

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