Am 3. Mai des heurigen Jahres hatte die Dame wieder einmal zu viel "getankt". Es kam zum Streit mit ihrem Mann und schließlich rief sie die Polizei. Wieder einmal. "Als wir hinkamen, schlief die Frau aber bereits in ihrem Bett", erzählte die Polizistin, die mit einem Kollegen im Einsatz war, am Freitag vor Gericht. Man weckte sie und da wurde die Unterländerin so aggressiv, dass sie vom Amtsarzt schließlich ins Psychiatrische Krankenhaus Hall eingewiesen wurde.
Auf der Fahrt dorthin wollte sich die 59-Jährige nicht beruhigen und so musste der Rettungswagen stehen bleiben. Beim Versuch die Frau zu fixieren, dürfte die junge Polizistin aber kurz unaufmerksam gewesen sein. Die Frau holte aus und fuhr mit ihrer Faust mitten ins Gesicht der Polizistin! Die Folge: Eine Rissquetschwunde und eine Nasenprellung.
Die 59-Jährige sagte vor Gericht: Sie könne sich an nichts mehr erinnern, glaube den Beamten aber jedes Wort. Es tue ihr unendlich leid, entschuldigte sie sich mehrmals. Das Urteil: 960 Euro (bedingte) Geldstrafe wegen schwerer Körperverletzungen und Widerstand. Nicht rechtskräftig.
von Stefan Ruef, Tiroler Krone
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