Umsetzung zu langsam:

Koranschulen werden in OÖ weiterhin nicht geprüft

Bereits 2017 und 2019 hat der damalige Integrationslandesrat Rudi Anschober eine eigene Transparenzprüfung der oberösterreichischen Koranschulen angekündigt. Die Umsetzung lässt auf sich warten, ist aber laut Anschober-Nachfolger Stefan Kaineder fertig. Die VP kündigt dennoch eine schriftliche Landtagsanfrage an.

Vor seinem Wechsel in die Bundesregierung hat Rudi Anschober (Grüne) die Transparenzprüfung der Koranschulen versprochen. „Im September 2019 hat es geheißen, dass sich in den nächsten Monaten eine Arbeitsgruppe damit beschäftigen werde. Im Zuge des Pilotprojekts werde von unabhängiger Seite ein faktenbasiertes, neutrales, sachliches und öffentlich präsentierbares Ergebnis dargestellt werden“, vermisst ÖVP-Integrationssprecher Wolfgang Hattmannsdorfer aber konkrete Ergebnisse.

„Dürfen nicht dieselben Fehler machen“
Er will nun vom neuen Integrationslandesrat Stefan Kaineder wissen, warum die Prüfung so lange dauert. „Wir dürfen nicht wie andere Länder den Fehler machen und Koranschulen nur von außen anschauen. Wir müssen auch wissen, was drinnen vor sich geht“, so Hattmannsdorfer.

Nicht unterschätzen!
Gerade die Eskalationen islamischer Gruppierungen Ende Juni in Wien haben gezeigt, dass Parallelgesellschaften nicht unterschätzt werden dürfen. „Auch in Oberösterreich wird Koranunterricht von Gruppierungen abgehalten, die immer wieder mit extremistischen und religiös-fundamentalistischen Inhalten auffallen“, warnt Hattmannsdorfer.

Projekt ist fertig
„Das Projekt ist fertig“, sieht Kaineder keinen Grund für Panik. Die Verzögerung habe auch mit Corona und einem Wechsel in der Leitung der islamischen Glaubensgemeinschaft zu tun: „Da habe ich am Montag ein Gespräch mit dem neuen Leiter, das möchte ich noch abwarten!“

 OÖ-Krone
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Freitag, 18. September 2020
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