23.07.2020 15:25 |

Angriff auf Richterin

Hat „Anti-Feminist“ auch Mitstreiter getötet?

Jener US-Anwalt, der verdächtigt wird, bei einem Angriff auf die Familie einer Bundesrichterin deren 20-jährigen Sohn getötet und den Ehemann verletzt zu haben, wird nun auch mit einem weiteren Mord in Verbindung gebracht. Roy Den Hollander, der sich selbst als „Anti-Feminist“ bezeichnete, dürfte auch einen Anwaltskollegen ermordet haben. Den Verdächtigen kann die Bundespolizei allerdings nicht mehr befragen. Sein Leichnam wurde Montagfrüh im Bundesstaat New York gefunden. Man geht von Selbstmord aus.

Den Hollander hatte sich selbst als Streiter gegen den Feminismus bezeichnet. Er strengte diverse Klagen an, die sich gegen Frauenbelange richteten. So verklagte er Nachtclubs, weil sie Rabatte für Frauen anboten, und die Columbia University wegen ihrer Kurse in Frauenstudien. Auf seiner Website rief er Männer dazu auf, „für ihre Rechte zu kämpfen, bevor sie keine mehr haben“.

Streit um Fall könnte Motiv gewesen sein
Auch der in Kalifornien getötete Anwaltskollege Marc Angelucci kämpfte vor Gericht gegen die angebliche Diskriminierung von Männern. Die Ermittler haben sich bisher nicht zu den möglichen Hintergründen seiner Ermordung geäußert. Wie der Sender CNN unter Berufung auf einen Freund des Getöteten berichtete, war Den Hollander verärgert, weil Angelucci ihm angeblich einen Fall weggeschnappt hatte.

Verdächtiger soll an Krebs erkrankt gewesen sein
Das FBI nannte auch kein Motiv für Den Hollanders Angriff auf Salas‘ Familie. 2015 hatte die Richterin aber eine Klage Den Hollanders verhandelt. US-Medienberichten zufolge war der Anwalt unzufrieden mit ihrer Prozessführung gewesen. Wie die „New York Times“ berichtete, hatte er den Fall Ende des Jahres fallen gelassen. Er soll einem Freund gesagt haben, dass er unheilbar an Krebs erkrankt sei.

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