startup300-Vorstand

„Ich hoffe sogar auf eine neue Gründerwelle“

Oberösterreich
21.07.2020 14:00

Als Innovations-Ökosystem bezeichnet sich die startup300 AG mit Sitz in Linz. An 28 Start-ups hält man derzeit Beteiligungen, sieben davon sind aus Oberösterreich, wie etwa My Esel, Vresh oder Blockpit. Die „Krone“ sprach mit Vorstand Bernhard Lehner über die Folgen der Corona-Krise auf die Welt der Gründer.

„Krone“: Herr Lehner, wie beurteilen Sie die Unterstützung der Bundesregierung für durch die Corona-Krise gebeutelte Start-ups. Passiert da genug?
Bernhard Lehner: Es gibt Maßnahmen, die explizit für Start-ups angekündigt waren: Dazu gehören der COVID-19-Hilfsfonds und der Venture-Capital-Fonds. Ersterer funktioniert gut, über hundert betroffene Start-ups konnten frische Investments mit Darlehen durch das Austria Wirtschaftsservice hebeln. Den Venture-Capital-Fonds gibt es nur als Papiertiger.

„Krone“: Wie sehen Sie die Lage für die Gründer allgemein?
Lehner: Ich bin eher optimistisch für die Start-up-Szene. Die Investitionslaune der Business Angels und Investoren ist gut, die meisten Start-ups reagierten gut auf die Krise.

„Krone“: Wie lief der Umgang mit dem Lockdown?
Lehner: Der war organisatorisch für Start-ups überhaupt kein Problem. Viele junge Talente sehen, wie widerstandsfähig Start-ups gegenüber unbeherrschbaren Gefahren auftreten. Ich hoffe sogar auf eine neue Gründerwelle.

„Krone“: Welche Corona-Folgen sind trotzdem bereits spürbar?
Lehner: Es ist analog zur traditionellen Wirtschaft. Es gibt Branchen, da ist es nicht lustig, wie im Tourismus und in der Gastronomie. Start-ups, die Tools und Services für den Online-Handel haben, profitieren, der stationäre Handel leidet.

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