Kriminalist warnt:

Vorsicht bei Goldverkäufen an windige Händler

Das Landeskriminalamt Oberösterreich warnt vor windigen Händlern, die vorgeben, Pelze, Porzellan und Schmuck zu fairen Preisen ankaufen zu wollen. Tatsächlich werden dann aber oft nur Spottpreise für Gold bezahlt und Pelze gar nicht genommen. „Eine rechtliche Grauzone“, betont Chefinspektor Gerald Sakoparnig. Er appelliert daran, sich vorab selbst immer gut zu informieren.

„Die Masche ist dreist. Den Händlern geht es vor allem darum, billig Gold und Edelsteine anzukaufen. Das Interesse an Pelzen dient dabei aber nur als Köder“, sagt Gerald Sakoparnig, Chefinspektor des Landeskriminalamts Oberösterreich. Um Seriosität vorzugaukeln, würden auch offizielle Ankaufsveranstaltungen etwa in Gasthäusern organisiert, die vorab sogar bei der BH angemeldet werden. Doch fast immer dürften die Verkäufer dann über den Tisch gezogen werden. „Das sind clevere Händler, die sich im rechtlichen Graubereich bewegen. Daher rate ich dringend, sich vor derartigen Goldverkäufen unbedingt auch selbst über die Tageskurse zu informieren. Hier ist Eigenverantwortung dringend gefragt“, appelliert Sakoparnig.

Schmuck ist weg
Brigitte W. ist eines der Opfer - die Oberösterreicherin wollte nur Pelze verkaufen: „Der Händler hat sie alle abfotografiert, um die Bilder angeblich an seinen Chef nach Weißrussland zu schicken, der dann den Preis festlegt. Er garantierte mir die Abnahme von fünf Mänteln, die er später abholen wollte.“ Um das Geschäft abwickeln zu können, behauptete der Mann, auch Gold zu benötigen, das er in Form von Schmuck auch sofort mitnahm. Er behauptete, dass das Verschicken nach Weißrussland nur in Kombination mit Gold möglich sei. „Er hat mir dafür 700 Euro bezahlt,, der tatsächliche Wert betrug aber 1800 €“, so W. Ihr Fazit: „Mein Schmuck ist weg, die Pelze hat er nie geholt.“

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

Jürgen Pachner
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Donnerstag, 01. Oktober 2020
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