Neues Netzwerk

Baufirmen im Katastrophenfall unter Militärbefehl

Oberösterreich
08.09.2010 14:10
Im Katastropheneinsatz kommandieren künftig Soldaten auch zivile Baufirmen. "Was 15 Soldaten in einer halben Stunde wegschaufeln, macht ein Bagger mit einem Hub", hat Kurt Raffetseder, Militärkommandant von Oberösterreich, die Idee hinter dem nun gegründeten "Netzwerk für den Katastropheneinsatz" erklärt (Bild: Heer beim Katastropheneinsatz 2009).

Drei große Baufirmen stehen im Notfall bereit, unter Bundesheerkommando zu Hilfe zu eilen. "Wir sind private Pioniereinheiten", sagen die Vertreter der oberösterreichischen Baufirmen Swietelsky, Strabag und Habau, die dem Netzwerk beigetreten sind. Sie versorgen im Katastrophenfall das Bundesheer mit schwerem Gerät und auch ausgebildetem Personal. "Soviel Gerät kann niemand nur auf Vorrat haben, das wäre auch dumm", sagt Generalmajor Raffetseder.

In Boot hat der Militärkommandant auch die Raiffeisen Landesbank geholt, die im Notfall für Versorgung der Mannschaften in die Bresche springt und die Uniqa, die den Versicherungsschutz für die zivilen Helfern und das bereitgestellte Material übernimmt.

Alle zivilen Leistungen, die unter der Militärführung erbracht werden, sind freiwillig und kostenlos. "Für Oberösterreich ist dieses Netzwerk ein großer Gewinn. Trotzdem hoffe ich, dass wir es selten brauchen", sagte Landeshauptmann Josef Pühringer zum neuen Netzwerk.

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