Der Wiener Universitätsprofessor wurde von Umweltlandesrätin Beate Prettner quasi als Zünglein an der Waage geholt, nachdem es innerhalb der Umweltabteilung des Landes kontroverse Ansichten über die Zustimmung zum Kraftwerksbau gegeben hatte.
"Kein Misstrauen gegenüber Beamten"
"Es war kein Misstrauen gegenüber den Beamten, sondern eine Absicherung, weil es ein wirklich sensibles Thema ist", so Prettner. Raschauer, pikanterweise Dissertationsbetreuer des gegnerischen Anwalts Wolfgang List, hat schneller als erwartet entschieden: Er bestätigt den Bescheidentwurf von Albert Kreiner als positiv. Von den GDK-Gegnern werden Bedenken wegen gesundheitlicher Auswirkungen durch Emissionen angeführt. Und sie befürchten eine Zunahme der Nebeltage im Klagenfurter Becken.
Empfehlung: Altes Kraftwerk schließen
Doch Raschauer winkt ab: Aus "umwelt- und humanmedizinischer Sicht gäbe es durch das Kraftwerk keine Auswirkungen, die nicht durch Auflagen (286, Anmerkung) kompensiert werden könnten". Er empfiehlt allerdings, das alte Kraftwerk rechtzeitig zu schließen sowie die Zahl der Betriebsstunden genau festzulegen. Prettner präsentiert den Bescheid am Dienstag in der Regierungssitzung; er dürfte somit beschlossen werden.
Den Kritikern bleibt nun der Gang in die zweite Instanz, zum Umweltsenat in Wien – in dem übrigens wiederum Raschauer sitzt.
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
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