Die Serie begann im vergangenen Dezember und hatte ihren Höhepunkt heuer im Jänner und im Februar, schilderte ein Ermittler. In Gemeinden an der B63 - hauptsächlich Oberwart, Pinkafeld und Großpetersdorf - wurden, zumeist ohne großen Kraftaufwand, zahlreiche Kellerabteile geknackt. Die Täter stahlen unter anderem 41 Fahrräder, Autoreifen und Bohrmaschinen.
Am 8. April ging nach einem Einbruchsversuch in Oberwart ein telefonischer Hinweis auf zwei Verdächtige bei der Polizei ein. Wenig später griffen Beamte den 31-jährigen Ungarn und einen Landsmann auf. Die beiden hatten zwar Werkzeug und drei Mobiltelefone, aber keinerlei Diebesgut bei sich. Damit fehlten vorerst auch die Festnahmegründe, so ein Beamter.
Bei weiteren Ermittlungen wurden auch Spuren von Einbrüchen sowie die Handydaten ausgewertet. Dabei gelang es, Fotos am Handy des 31-Jährigen wiederherzustellen, die gestohlene Felgen und Fahrräder zeigten. Der Ungar wurde zur Verhaftung ausgeschrieben.
Da es sich bei den betroffenen Objekten zumeist um Wohnsiedlungen handelte, wandte sich die Polizei auch an die Siedlungsgenossenschaften, um Tipps zur Prävention zu geben. An die Bevölkerung wird auch appelliert, Dieben und Einbrechern nicht ihr Handwerk auch noch zu erleichtern - etwa, indem man eine Eingangstür aus Bequemlichkeit mit einem Keil blockiert und so verhindert, dass sie sich schließt. Wenn man etwas Verdächtiges wahrnimmt, sollte man die Polizei anrufen, rät ein Ermittler.
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