Die Pflugstraße 7 in Vaduz beherbergt Dutzende Firmen – zumindest auf dem Papier. Denn dort sitzen viele jener Unternehmen, mit denen die Kärntner Hypo-Bank vor allem in den Jahren 2005 und 2006 unter Wolfgang Kulterer und Günter Striedinger große Risiko-Geschäfte angebahnt und Millionendarlehen gewährt haben soll.
Sind 80 Millionen binnen kürzester Zeit geflossen?
So liegen der "Krone" Informationen vor, die darauf hindeuten, dass allein an Firmen, die im Einflussbereich von General Vladimir Zagorec lagen, binnen kürzester Zeit 80 Millionen Euro geflossen seien. Transaktionen, die von der Nationalbank unter Geldwäscheverdacht gestellt worden sind, und Geld, das die notverstaatlichte Hypobank heute bereits abgeschrieben hat – ebenso wie jene Unsummen, die in dubiosen Privatstiftungen im Liechtensteiner Investmentparadies versickert sind.
Insgesamt soll die Hypo hier weitere 250 Millionen Euro verloren haben: An Firmenkonstrukte, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben; auf den zweiten allerdings fest miteinander verschachtelt zu sein scheinen.
Immer die gleichen Namen...
Auch tauchen in den Unterlagen immer wieder die gleichen Namen auf: Zagorec, Zdenko Zrilic, die Anwälte Gerold und Wilfried Hoop, deren Kanzlei ebenfalls in der Vaduzer Pflugstraße 7 beheimatet ist, Miro Oblak, Roman Binder sowie mutmaßliche Strohmänner. Viele dieser Geschäfte sind von kroatischen Notaren beglaubigt worden und via Internet abrufbar, was die Arbeit für die SOKO erleichtert. Sie ermittelt ja gegen 41 Beschuldigte, auch wegen des Verdachts der "kriminellen Vereinigung".
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