Von Oktober 2009 bis Mai 2010 war der Osttiroler außer Gefecht. Die Krankheit hat ihn natürlich gezeichnet: "Vor der Diagnose hatte ich 98 Kilogramm, zu meinen schlechtesten Zeit war ich bei 72 und jetzt bin ich wieder bei gesunden 80 Kilogramm", so Hauser. Und nutzt die Gelegenheit, um eine grundlegende blaue Forderung unterzubringen: "Damit dieses gute System weiterhin erhalten bleiben kann, müssen wir endlich die Gegenverrechnung mit den EU-Staaten sicherstellen. Sprich, wenn ausländische Patienten bei uns behandelt werden, dann sollen die anderen Länder das gefälligst auch bezahlen. Bestimmte Dinge wie auch das Kindergeld oder die Mindestsicherung müssen einfach den Staatsbürgern vorbehalten bleiben! Denn für was brauchen wir denn sonst noch Staaten? Staatsbürger sollen nicht nur Steuern zahlen, sondern auch Rechte und Vorteile haben",fordert Hauser.
Parteiinterne "Grabenkämpfe" sind vorbei
Dass einige seiner Parteifreunde seine Abstinenz nutzen wollten, um ihn zu stürzen, schmerzt ihn natürlich immer noch. Aber: "Wir haben das zum Anlass genommen, um uns von Personen, die dagegen gearbeitet haben, zu trennen. Und im selben Atemzug haben wir uns auch gleich vom rechten Rand in der Partei getrennt."
Stolz ist er, dass er, seit er die Tiroler FP 2005 übernommen hat, alle Wahlen gewonnen hat. "Der schönste Sieg war sicher jener bei den Bürgermeisterwahlen in meiner Heimatgemeinde St. Jakob. Dort habe ich mich auf Anhieb gegen zwei Kandidaten durchgesetzt", sagt Hauser, der nun sämtliche politische Positionen - vom Gemeinderat über den Bürgermeister bis hin zu LT- und NR-Abgeordneten - durchgemacht hat.
Und wie schaut die politische Zukunft aus? Ist die Regierung ein Thema? "Ich bin ein Sachpolitiker! Wir hätten ja schon nach der letzten Wahl in die Landesregierung können, doch ich habe vor der Wahl gesagt, dass ich einen Verlierer nicht zum Landeshauptmann mache. Daran habe ich mich gehalten. Doch ich bin in die Politik gegangen, um Dinge umzusetzen. Und das kann man halt nur in der Regierung", sagt Hauser.
Und was würde er anders machen?
"Da gibt es vieles. Doch ein sehr großes Problem ist sicher, dass die Tiroler weniger verdienen, als die übrigen Österreicher. Das würde ich ändern", schließt Hauser.
von Markus Gassler, Tiroler Krone
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.