„Es tut mir leid“

Alko-Lenker nach Horrorcrash in Tirol verurteilt

Tirol
02.07.2020 13:40

Man kann von Glück sprechen, dass bei dem Unfall niemand gestorben ist! Obwohl seine Lebensgefährtin das zweite gemeinsame Kind erwartete, setzte sich ein angetrunkener Unterländer (29) zu Halloween 2019 ans Steuer seines Pkw. Bei Schwoich krachte der Alko-Lenker mit zwei Freunden im Wagen nach einem Überholmanöver in das Auto einer 35-Jährigen und ihrer Tochter (12). Alle fünf Insassen wurden teils schwer verletzt. Nun musste sich der 29-Jährige vor Gericht verantworten.

„Es tut mir alles sehr leid“, sagte der Sohn eines Unterländer Unternehmers am Mittwoch vor dem Innsbrucker Landesgericht. An den Crash auf der Eibergbundesstraße bei Schwoich und was davor und danach passiert ist, könne er sich aber nicht erinnern. Vor allem die Mutter im entgegenkommenden Fahrzeug wurde beim Unfall schwer verletzt. Die 35-Jährige erlitt einen Wirbelbruch.

Drei Wochen im Koma
Doch auch der Alko-Lenker selbst, der 1,14 Promille im Blut hatte, kann sich bei mehreren Schutzengeln bedanken, dass seine zwei Kinder nun nicht Halbwaisen sind. Er wurde drei Wochen in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt. „Seit dem Unfall habe ich keinen Tropfen Alkohol mehr getrunken.“

An unbedingter Haft vorbeigeschrammt
Der Angeklagte wurde - nicht rechtskräftig - zu einer Geldstrafe von 6900 Euro und fünf Monaten bedingter Haft verurteilt. Außerdem muss er an Mutter und Tochter insgesamt 2800 Euro Teilschadenersatz zahlen.

Freispruch für Beifahrer
Einer seiner Kollegen, der offenbar im Schock zu Polizeibeamten am Unfallort behauptet haben soll, dass nicht der Angeklagte am Steuer saß, wurde vom Vorwurf der Begünstigung freigesprochen.

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