Die von s-Bausparkasse, Erste Bank und Sparkasse in Auftrag gegebene Umfrage nahm die Wohnräume und -träume der Österreicher genauer unter die Lupe. Dazu wurden 1.713 Personen zu ihrer aktuellen Wohnsituation befragt. "Die Tiroler schätzen vor allem das Eigentum", resümiert Josef Schmidinger, Generaldirektor der s-Bausparkasse.
Fast die Hälfte der Tiroler (46%) zwischen 18 und 65 Jahren leben in Ein- oder Zweifamilienhäusern im Eigentum. 23% können ihre vier Wände in Form einer Wohnung ihr Eigentum nennen. Ein Viertel der heimischen Bevölkerung lebt in Mietwohnungen. Deutlich über dem österreichischen Schnitt liegt mit 130 m² die zur Verfügung stehende Wohnfläche. Zum Vergleich: In Wien sind es 83 m² und in Vorarlberg 106 m². Der österreichische Schnitt liegt bei 112 m².
Jeder zweite Tiroler spart auf sein Eigenheim
Generell handle es sich bei den Tirolern um ein sehr treues Volk, was ihre Wohnsituation anbelangt. Laut Schmidinger bleiben deutlich mehr als die Hälfte länger als zehn Jahre ihrer Behausung treu. Wichtige Faktoren sind dabei die Wohngegend, die Lage und der Wohnkomfort, die die Tiroler zufrieden stellen. Etwa ein Viertel plant aber dennoch einen Umzug in den nächsten fünf Jahren. Dabei werden im Schnitt etwa 186.000 Euro in die Hände genommen – deutlich mehr als der Durchschnittsösterreicher mit 151.000 Euro. Bei der Finanzierung greifen zwar etwa die Hälfte der Tiroler auf eigenes Erspartes zurück, dennoch benötigen aber 37% einen Kredit. Als beliebteste Finanzierungsform gilt dabei der Wohnkredit mit 49%, während österreichweit das Bauspardarlehen mit 66% den größten Stellenwert einnimmt.
Das aktuell niedrige Zinsniveau würde laut Harald Wanke, Vorstandsdirektor und Obmann des Sparkassen-Landesverbandes Tirol und Vorarlberg, nahezu die Hälfte der Tiroler nützen, um den Umzug oder eine Renovierung früher als geplant durchzuführen.
von Hubert Rauth, Tiroler Krone
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