28.06.2020 13:08 |

Eindeutige Mehrheit

Amtsinhaber Johannesson bleibt Präsident in Island

Der isländische Präsident Gudni Johannesson hat sich am Sonntag mühelos eine weitere Amtszeit gesichert. Mit 92,2 Prozent der abgegebenen Stimmen setzte er sich bei der Präsidentenwahl gegen seinen einzigen Herausforderer Gudmundur Franklin Jonsson durch.

Johannsson ist bereits seit 2016 Präsident der Insel im Nordatlantik - bei den Wahlen am Sonntag wurde er mit überwältigender Mehrheit im Amt bestätigt. Der Präsident war zum Wählerliebling aufgestiegen, nachdem die Veröffentlichung der Panama-Papers das Vertrauen der Isländer in ihre Politiker erschüttert hatte. Der Wahlsieger erhielt demnach 92,2 Prozent der abgegebenen Stimmen. Jonsson blieb unter acht Prozent.

Fußballtrainer Klopp als Vorbild
Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 67 Prozent von etwa 252.000 Stimmberechtigten. Vor dem Urnengang hatten Umfragen bereits auf einen weiteren Sieg Johannessons hingedeutet. In einem Interview des Senders „RUV“ erklärte er nun den deutschen Trainer des FC Liverpool, Jürgen Klopp zum Vorbild für seine zweite Amtszeit. Johannesson möchte dabei „verantwortungsvoll, wettbewerbsfähig, aber auch höflich, hart und bescheiden“ vorgehen.

Der isländische Präsident verfügt vorwiegend nur über eine repräsentative Rolle - er kann aber auch Gesetze verhindern und Referenden ansetzen. Politische Entscheidungen werden von der Regierung unter Ministerpräsidentin Katrin Jakobsdottir getroffen.

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